Was macht man nach einem Datenleck?

Mist. Du hast eine Benachrichtigung von Firefox Monitor oder einem Unternehmen, bei dem du einen Account hast, bekommen. Es gab ein Datenleck und deine persönlichen Daten sind  möglicherweise gefährdet. Was nun?

Opfer einer Datenpanne zu sein, ist keine Kleinigkeit und deine Sorge darum ist berechtigt. Doch hier sind einige Maßnahmen, mit denen du dein Konto schützen und den Schaden in Grenzen halten kannst:

Verschaffe dir einen genauen Überblick

Versuche herauszubekommen, was genau passiert ist und welche persönlichen Informationen betroffen sind. Deine nächsten Schritte hängen nämlich davon ab, welche Daten du schützen musst.

Nicht immer werden Sicherheitslücken und Datenverluste gleich bemerkt und manchmal werden Verstöße auch nicht sofort veröffentlicht. Warnungen werden deshalb manchmal erst Monate oder sogar Jahre nach Auftreten der Panne verschickt. Finde also unbedingt heraus, wann das Leck aufgetreten ist.

 

 

Falls du es noch nicht getan hast: Jetzt ist der Moment, dein Passwort zu ändern

Sichere die betroffenen Accounts mit einem neuen Passwort. Wenn du dich nicht anmelden kannst, wende dich an die Betreiber der Webseite, um herauszufinden, wie du das Konto wiederherstellen oder aber löschen kannst.

Ist es ein Konto, das du gar nicht kennst? Vielleicht hat die Webseite ihren Namen geändert oder aber jemand anderes hat mit deinen Daten ein neues Konto eröffnet.

Wenn du das betroffene Passwort für mehrere Konten verwendest, ändere es überall

Hacker werden mit dem Passwort, das bei einem Konto funktioniert, auch versuchen, in andere Accounts zu kommen. Erstelle deshalb für jede Webseite und jeden Dienst, den du nutzt, ein anderes Passwort. Das gilt ganz besonders für deine Bankkonten, deine E-Mail-Accounts und Webseiten, auf denen persönliche Informationen hinterlegt sind.

Ergreife zusätzliche Maßnahmen, wenn dein Bankkonto gefährdet ist

Bei den meisten Pannen sind vor allem E-Mails und Passwörter betroffen, aber manchmal sind auch sensible Daten aus dem Online Banking darunter. Wenn dein Bankkonto gefährdet ist, solltest du zur Sicherheit noch einige zusätzliche Maßnahmen ergreifen:

  • Melde es deiner Bank sofort, wenn deine Kontonummer oder deine Kreditkartennummer öffentlich wird.
  • Überprüfe deine Kontoauszüge und zeige der Bank Buchungen an, die du nicht zuordnen kannst.

Überprüfe dein Kreditprofil auf Identitätsdiebstahl

In Deutschland sammeln sogenannte Wirtschaftsauskunfteien zahlreiche persönliche Daten, um die Kreditwürdigkeit von Privatpersonen und Unternehmen zu prüfen. Die Auskunfteien sind verpflichtet, eine kostenlose Selbstauskunft zu ermöglichen und offen zu legen, welche Daten über dich gespeichert sind.

Prüfe dein Kreditprofil auf falsche oder unbekannte Einträge und lass den Bericht im Zweifel umgehend korrigieren.

Die bekannteste Auskunftei ist in Deutschland die Schufa. Doch neben ihr gibt es eine Reihe weiterer, die mit deinen Daten und Kreditwerten handeln.

Informiere mindestens die Schufa, möglichst aber alle Auskunfteien darüber, dass du Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden bist. Die meisten bieten einen Sperrvermerk an, was es für Unbefugte deutlich schwerer macht, einen Kredit in deinem Namen zu beantragen.

Die Auskunfteien informieren dann alle geschädigten Unternehmen, die nach dir suchen, weil sie offene Forderungen haben, über den Betrugsfall.

Schütze dich, so gut es eben geht

Am Ende des Tages gibt es doch recht wenig, was du persönlich tun kannst, um einen Identitätsdiebstahl zu verhindern. Je länger du online bist, desto größer ist dein digitaler Fußabdruck. Und das bedeutet leider auch größere Sicherheitsrisiken.

Aber eine kluge, vorbeugende Sicherheitsstrategie kann den Schaden wenigstens in Grenzen halten. Dazu gehören an erster Stelle starke Passwörter – und zwar für jeden Account ein eigenes.


Passwörter sicher speichern

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Firefox Lockwise


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