{"id":2200,"date":"2017-01-19T09:15:33","date_gmt":"2017-01-19T08:15:33","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.mozilla.org\/press-de\/?p=2200"},"modified":"2017-01-19T09:15:33","modified_gmt":"2017-01-19T08:15:33","slug":"die-gesundheit-des-webs-betrifft-uns-alle-lassen-sie-uns-gemeinsam-daruber-sprechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.mozilla.org\/press-de\/2017\/01\/19\/die-gesundheit-des-webs-betrifft-uns-alle-lassen-sie-uns-gemeinsam-daruber-sprechen\/","title":{"rendered":"Die Gesundheit des Webs betrifft uns alle \u2013 lassen Sie uns gemeinsam dar\u00fcber sprechen"},"content":{"rendered":"<p>Heute ver\u00f6ffentlicht Mozilla eine erste Version des <a href=\"https:\/\/internethealthreport.org\/v01\/de\/\" target=\"_blank\">Statusberichts zur Internetgesundheit<\/a>. Mit diesem Open-Source-Forschungsprojekt wollen wir einen Diskurs mit Ihnen \u2013 den \u201eB\u00fcrgern\u201c des Webs \u2013 beginnen und dar\u00fcber sprechen, an welchen Stellen das Internet gesund oder ungesund ist und was das m\u00f6glicherweise f\u00fcr seine Zukunft bedeutet.<\/p>\n<p>Als ich mich Mitte der 1990er Jahre in das Web verliebte, war es noch ein Allgemeingut, das jedem geh\u00f6rte \u2013 ein Ort, an dem jeder online ver\u00f6ffentlichen oder kreieren konnte, was er wollte. Daf\u00fcr mussten die Nutzer kein Einverst\u00e4ndnis von einem Herausgeber, einem Banker oder der Regierung einholen. Das Web war eine echte Offenbarung \u2013 und es machte mich, wie viele Millionen von Menschen, sehr gl\u00fccklich.<\/p>\n<p>Seitdem ist das Internet als Plattform f\u00fcr gemeinsame Kreativit\u00e4t, Erfindungen und Selbstentfaltung immer weiter gewachsen. Bis 2020 wird es f\u00fcnf Milliarden Internetnutzer geben und weite Teile des Webs werden auch weiterhin so offen und dezentral bleiben, wie es in den Anfangszeiten war. Das hoffe ich zumindest.<\/p>\n<p>Wenn allerdings Mark Zuckerberg auf dem Titel des Economist als r\u00f6mischer Kaiser dargestellt wird, frage ich mich unwillk\u00fcrlich: <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/news\/leaders\/21696521-mark-zuckerberg-prepares-fight-dominance-next-era-computing-imperial-ambitions\" target=\"_blank\">Wird das Web in mehrere \u201eReiche\u201c aufgeteilt<\/a>, die allt\u00e4gliche Aktivit\u00e4ten wie Suchanfragen, Unterhaltungen mit Freunden und Shopping an sich rei\u00dfen? Kann es unter den gegebenen Umst\u00e4nden tats\u00e4chlich offen und dezentral bleiben?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.mozilla.org\/press-de\/files\/2017\/01\/The-Economist_Cover.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-2201\" src=\"http:\/\/blog.mozilla.org\/press-de\/files\/2017\/01\/The-Economist_Cover.png\" alt=\"The-Economist_Cover\" width=\"183\" height=\"241\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Facebook-Gr\u00fcnder Mark Zuckerberg als r\u00f6mischer Kaiser <\/em><a href=\"http:\/\/www.economist.com\/printedition\/covers\/2016-04-07\/ap-e-eu-la-me-na-uk-0\" target=\"_blank\"><em>auf dem Titel<\/em><\/a><em> der britischen Wochenzeitschrift The Economist (April 9-15, 2016)<\/em><\/p>\n<p>Ganz \u00e4hnlich frage ich mich, wenn ich von Hackern lese, die <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/technology\/2016\/oct\/26\/ddos-attack-dyn-mirai-botnet\" target=\"_blank\">Millionen von privat genutzten Webcams und Videorecordern in eine Botnet-Armee verwandeln<\/a>, ob das Web als wertvolles, \u00f6ffentliches Gut sicher, gesch\u00fctzt und zuverl\u00e4ssig bleiben wird. Kann es in dieser Form \u00fcberleben?<\/p>\n<p>Gerade jetzt, wo das Internet einen kontinuierlich gr\u00f6\u00dfer werdenden Teil unseres Lebens beeinflusst, sind diese Fragen wichtiger denn je.<\/p>\n<p>Denken Sie dar\u00fcber nach: Wir sind zunehmend von miteinander vernetzten Ger\u00e4ten umgeben, die uns in fast jedem Lebensbereich unterst\u00fctzen sollen \u2013 beim Essen, Laufen, Fahren, beim Nahrungsmittelanbau, der Suche nach einem Parkplatz, beim Sex oder beim Erstellen eines Widgets, beim Kinderbekommen (oder auch dabei, das zu verhindern) und sogar beim Verwalten von St\u00e4dten. <a href=\"http:\/\/www.gartner.com\/newsroom\/id\/3165317\" target=\"_blank\">Bis zum Jahr 2020 wird das sogenannte Internet der Dinge 20,8 Milliarden Ger\u00e4te umfassen<\/a>, die alle permanent Daten sammeln und sortieren.<\/p>\n<p>Ob das Internet der Dinge, autonome Systeme oder k\u00fcnstliche Intelligenz: Zweifellos werden diese Innovationen unser Leben und unsere Gesellschaft auf der einen Seite verbessern. Auf der anderen Seite werden sie aber auch eine Welt erschaffen, in der wir nicht mehr blo\u00df \u201eeinen Computer benutzen\u201c, sondern vielmehr in ihm leben.<\/p>\n<p>Dass das Web nun unsere Umwelt ist, ver\u00e4ndert einiges. Denn wie es funktioniert und ob es gesund ist, beeinflusst unmittelbar unser Wohlergehen, unsere Privatsph\u00e4re, unsere Brieftasche, unsere Wirtschaft und Demokratien.<\/p>\n<p>Deshalb wache ich jeden Tag mit dem Gedanken an die Gesundheit des Webs auf. Aus demselben Grund liegt mir auch so viel daran, bei mehr Menschen ein Bewusstsein daf\u00fcr zu schaffen, dass es sich um ein Thema handelt, das uns alle betrifft.<\/p>\n<p>Die Umweltsch\u00fctzer in den 1960er Jahren waren mit einem ganz \u00e4hnlichen Problem konfrontiert: Nur wenige Menschen wussten, dass die Gesundheit unseres Planeten in Gefahr war. Deshalb starteten sie eine weltweite Bewegung, um der \u00d6ffentlichkeit komplexe Themen wie die Ozonschicht und erneuerbare Energien n\u00e4herzubringen \u2013 was letztlich Gesetzes\u00e4nderungen und die Verbreitung umweltfreundlicher Technologien zur Folge hatte. So gelang es den Aktivisten, die Umwelt zu einem f\u00fcr die breite Masse relevanten Thema zu machen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Web brauchen wir eine vergleichbare Bewegung. Wir m\u00fcssen den Menschen verst\u00e4ndlich machen, was auf dem Spiel steht und was sie selbst \u2013 jeder einzelne von ihnen \u2013 unternehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Genau aus diesem Grund haben wir bei Mozilla mit der Entwicklung des Statusberichts zur Internetgesundheit begonnen. Er ist ein Open-Source-Projekt, das dokumentieren und erkl\u00e4ren soll, was mit dieser wertvollen \u00f6ffentlichen Ressource geschieht. Zu diesem Zweck haben wir mit Daten aus unterschiedlichen Quellen gearbeitet und diese um eigene Erfahrungen erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>Diese erste Version des Berichts analysiert den Gesundheitszustand des Webs anhand f\u00fcnf zentraler Aspekte, die von Mozilla nahestehenden Themen wie Dezentralisierung, Open Innovation sowie Sicherheit und Privatsph\u00e4re im Web bis zu neuen Gebieten, wie digitale Inklusion und Bildung, reichen. F\u00fcr diese Fokusthemen haben wir uns entschieden, weil sie die sozialen, technischen, politischen und \u00f6konomischen Gegebenheiten des Webs ma\u00dfgeblich beeinflussen. Indem sie eng miteinander verwoben sind, wirken sich diese Aspekte ebenso wie die Entscheidungen, die wir in Bezug auf sie treffen, stark auf die Gesundheit des Webs aus \u2013 ob nun auf gute oder schlechte Weise.<\/p>\n<p>Wir hoffen, dass Sie sich die Zeit nehmen, den Bericht zu lesen, Randnotizen zu machen, \u00c4nderungen an ihm vorzunehmen und ihn zu teilen, um ihn so letztlich weiter zu verbessern. Um an ihm mitzuschreiben, Untersuchungsergebnisse beizutragen oder sich anderweitig bei der Erstellung zuk\u00fcnftiger Versionen des Berichts einzubringen, kontaktieren Sie gerne Solana Larsen, die Redakteurin hinter dem Statusbericht zur Internetgesundheit, und erz\u00e4hlen Sie ihr von Ihren Ideen. So k\u00f6nnen Sie mit Ihrem Feedback zur n\u00e4chsten Version des Berichts beitragen.<\/p>\n<p>Eine gute Neuigkeit ist, dass wir Einfluss auf die Gesundheit des Webs nehmen k\u00f6nnen \u2013 weil es genau darauf ausgelegt ist. Wir k\u00f6nnen neue Teile erschaffen und anderen beibringen, wie sie das meiste aus den Gegebenheiten des Internets herausholen. Wir k\u00f6nnen auch auf Missst\u00e4nde aufmerksam machen und versuchen, sie zu eliminieren. Ich bin \u00fcberzeugt davon, dass wir die Bewegung f\u00fcr ein gesundes Web durch gemeinsame Anstrengungen erweitern und voranbringen k\u00f6nnen, um das Internet f\u00fcr die Zukunft gesund zu halten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ver\u00f6ffentlicht Mozilla eine erste Version des Statusberichts zur Internetgesundheit. 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