{"id":2317,"date":"2017-09-11T09:02:22","date_gmt":"2017-09-11T07:02:22","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.mozilla.org\/press-de\/?p=2317"},"modified":"2017-09-11T09:06:27","modified_gmt":"2017-09-11T07:06:27","slug":"die-urheberrechts-abstimmung-die-das-europaische-internet-verandern-konnte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.mozilla.org\/press-de\/2017\/09\/11\/die-urheberrechts-abstimmung-die-das-europaische-internet-verandern-konnte\/","title":{"rendered":"Die Urheberrechts-Abstimmung, die das europ\u00e4ische Internet ver\u00e4ndern k\u00f6nnte"},"content":{"rendered":"<p><i>Am 10. Oktober stimmen die EU-Gesetzgeber \u00fcber einen gef\u00e4hrlichen Entwurf zur \u00c4nderung des Urheberrechts ab. Deshalb fordert Mozilla die EU-B\u00fcrger nun auf, f\u00fcr bessere Reformen einzutreten.<\/i><\/p>\n<p>Am 10. Oktober wird der Rechtsausschuss (JURI) des Europ\u00e4ischen Parlaments \u00fcber einen Entwurf zur \u00c4nderung des EU-Urheberrechts abstimmen. Das Ergebnis k\u00f6nnte Freiheit und Offenheit im Internet untergraben. Es k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass Filter und Sperren im Web zur Gewohnheit werden, was die Hundert Millionen EU-B\u00fcrger betrifft, die das Internet t\u00e4glich nutzen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.mozilla.org\/press-de\/files\/2017\/09\/03_copyright_facebook-600x314.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-large wp-image-2318\" src=\"http:\/\/blog.mozilla.org\/press-de\/files\/2017\/09\/03_copyright_facebook-600x314-600x314.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/blog.mozilla.org\/press-de\/files\/2017\/09\/03_copyright_facebook-600x314.jpg 600w, https:\/\/blog.mozilla.org\/press-de\/files\/2017\/09\/03_copyright_facebook-600x314-252x132.jpg 252w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>Warum die Urheberrechtsreform wichtig ist<\/b><\/p>\n<p>Der aktuelle rechtliche Rahmen zum Urheberrecht der EU ist bedauernswert veraltet. Er entstammt einer Zeit, als die Postkarte und nicht das iPhone ein Standard-Kommunikationsmedium war.<\/p>\n<p>Aber auch der EU-Entwurf zur Reform dieses Rahmens ist in vielerlei Hinsicht ein Schritt zur\u00fcck. Dieser Entwurf mit dem Titel <em>Richtlinie \u00fcber das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt<\/em> liegt erstmals am 10. Oktober und endg\u00fcltig im Dezember zur Abstimmung vor.<\/p>\n<p>&#8222;Viele Aspekte dieses Entwurfs und einige \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge sind unbrauchbar und geradezu absurd&#8220;, sagt Raegan MacDonald, Mozillas Senior EU Policy Manager. &#8222;Mit diesem Entwurf w\u00fcrden Filter und Sperren im Internet normal, was Innovation, Wettbewerb und Meinungsfreiheit untergraben w\u00fcrde.&#8220;<\/p>\n<p>Wesentliche Punkte des Entwurfs:<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn die problematischsten \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge verabschiedet werden, wird alles, was Nutzer ins Internet stellen, gefiltert oder sogar gesperrt. Es muss nicht einmal kommerziell sein \u2013 manche Vorschl\u00e4ge umfassen sogar Fotos, die f\u00fcr Freunde und die Familie hochladen werden.<\/li>\n<li>Das Verlinken und Abrufen von Informationen im Web steht ebenfalls auf dem Spiel: Wenn das Urheberrecht auch Anrisse von Nachrichtentexten umfasst, beschr\u00e4nkt dies unsere M\u00f6glichkeit, uns \u00fcber verschiedene Quellen zu informieren. Teilen und Abrufen von Nachrichten im Internet w\u00fcrde durch das sogenannte <em>Leistungsschutzrecht<\/em> f\u00fcr Presseverleger wesentlich schwieriger.<\/li>\n<li>Der Entwurf w\u00fcrde wesentlichen Schutz f\u00fcr Zwischenstellen beseitigen und die meisten Online-Plattformen verpflichten, die Posts ihrer Nutzer zu \u00fcberwachen \u2013 wie Wikipedia, eBay, Software-Repositories auf GitHub oder Einreichungen auf DeviantArt.<\/li>\n<li>Nur wissenschaftliche Forschungseinrichtungen d\u00fcrften Text und Datens\u00e4tze durchforsten. Somit w\u00e4ren zahllose andere Nutzer \u2013 wie Bibliothekare, Journalisten, Interessengruppen und unabh\u00e4ngige Wissenschaftler \u2013 nicht mehr in der Lage, Mining-Software zum \u00a0\u00a0\u00a0 Verst\u00e4ndnis gr\u00f6\u00dferer Datenmengen zu nutzen, was f\u00fcr Europa weltweit einen Wettbewerbsnachteil bedeuten w\u00fcrde.<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Mozillas Rolle<\/b><\/p>\n<p>In den Wochen vor der Abstimmung ruft Mozilla EU-B\u00fcrger auf, ihre Gesetzgeber anzusprechen und bessere Reformen zu fordern. Unsere Website<a href=\"http:\/\/changecopyright.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> changecopyright.org<\/a> erleichtert die Kontaktaufnahme zu Mitgliedern des Europ\u00e4ischen Parlaments (MdEP).<\/p>\n<p>Dies ist allerdings nicht das erste Mal, dass Mozilla eine sinnvolle Urheberrechtsreform f\u00fcr das digitale Zeitalter fordert. Anfang des Jahres haben \u00fcber 100.000 EU-B\u00fcrger aus Protest<a href=\"https:\/\/paperstorm.it\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> zig Millionen digitaler Flugbl\u00e4tter auf europ\u00e4ische Wahrzeichen abgeworfen<\/a>. Und 2016 haben wir \u00fcber 100.000 Unterschriften f\u00fcr den Aufruf zu Reformen gesammelt.<\/p>\n<p>Eine ausgeglichene, flexible und kreativit\u00e4tsfreundliche Urheberrechtsreform ist ein wesentlicher Bestandteil eines gesunden Internets. Sehen Sie das auch so? Besuchen Sie<a href=\"http:\/\/changecopyright.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> changecopyright.org<\/a> und bringen Sie sich ein!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10. Oktober stimmen die EU-Gesetzgeber \u00fcber einen gef\u00e4hrlichen Entwurf zur \u00c4nderung des Urheberrechts ab. Deshalb fordert Mozilla die EU-B\u00fcrger nun auf, f\u00fcr bessere Reformen einzutreten. Am 10. 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