Europas neues Lab für die Zukunft des Web

Willkommen im neuen Office von Mozilla Berlin!

Europas neues Lab für die Zukunft des Web

Willkommen im neuen Office von Mozilla Berlin!

Der erste Browser, in den man durch eine schwere, schwarze Tür hinein spazieren kann, befindet sich mitten in Kreuzberg in einem alten Fabrikgebäude direkt an der Spree. Hinter dieser Tür, die man auch per Lastenaufzug erreicht, geht es direkt ins World Wide Web – oder genauer gesagt – in den Browser Firefox, der virtuelle Welten schneller aufschließt, als so manche Konkurrenz. Und das mit einem Anspruch, der wegweisende Technologien mit Menschlichkeit verbindet und nicht mit Profit. Willkommen im neuen Berliner Office von Mozilla!

“Web-Kaleidoskop” heißt die Installation im Eingangskorridor, ein außergewöhnliches Videokunstwerk, das das komplexe Zusammenspiel von Code und Inhalten visualisiert und immersiv erlebbar macht. Geschaffen hat sie das Design und Research Studio Green Eyl mit Sitz in Berlin und New York in enger Kooperation von Yuliya Gorlovetsky, der stellvertretenden Kreativdirektorin von Mozilla.

Die digitalen Fragen, zu denen sich Europa jetzt positionieren muss, haben einen anderen Schwerpunkt als in den USA oder Asien.

 

“Wir wollen Themen wie Privatsphäre, Internetgesundheit und Verschlüsselung so lebendig und begreifbar wie möglich machen”, sagt Yuliya. Die spektakuläre Installation schlägt eine  Brücke zwischen der abstrakten, binären Welt, die hinter dem Internet steht und unserer Erfahrung mit und in ihr. Verbindungen schaffen, das ist ein Hauptmotiv dieses neuen Büros nahe der Warschauer Brücke an der einstigen Schnittstelle zwischen Ost und West. In enger Zusammenarbeit mit den Dependancen in Paris und London soll das Berlin Office Mozillas neuer HUB in Europa werden. Gerade weil das Internet die Welt zusammenrücken lässt, wird die lokale Perspektive immer wichtiger.

 

 

Europa steht aktuell vor vielen Entscheidungen, in denen die digitale Zukunft von mehr als 500 Millionen Menschen eine große Rolle spielt. Deutschland, als einflussreiches und wirtschaftsstärkstes Land Europas, hat einen großen Einfluss darauf, wie die Weichen für alle diese Menschen gestellt werden. Die digitalen Fragen, zu denen sich Europa jetzt positionieren muss, haben einen anderen Schwerpunkt als in den USA oder Asien.

 

“Mozilla Berlin soll Europas Perspektive repräsentieren und die Herausforderungen angehen können”, sagt Martin Koppitz, HR Manager Europe. Deshalb ist Mozilla seit 2013 mit einem eigenen Standort in Berlin, im Herzen Europas, vertreten.  Das neue, wachsende Office mit aktuell 47 Mitarbeitern aus 13 Nationen soll zu einem Kollaborationszentrum für ein freies, offenes Internet ausgebaut werden, das alle Menschen in Deutschland, in Europa einlädt, die Zukunft des Webs so mitzugestalten, dass sie eine gute für alle wird.

Gemeinsames Mittagessen im Mozilla Berlin Büro
Mitarbeiter des Mozilla Berlin Büros
Mozillas Mission besteht darin, dafür zu sorgen, dass das Internet eine weltweite, öffentliche und für alle zugängliche Ressource ist.

Ganz konkret heißt das: In den vergangenen Monaten hat Mozilla Policy- und Advocacy-Kampagnen für ein modernes Urheberrecht in der EU und gegen Fake News vorangetrieben, den schnellsten Firefox aller Zeiten gebaut, der im November gelauncht wird und am Internet Health Report gearbeitet, der die Gesundheit des Internets über fünf Faktoren messbar macht:  Offene Innovation, Digitale Inklusion, Dezentralisierung, Datenschutz & Sicherheit und Digitale Bildung.

 

Mozillas Mission besteht darin, dafür zu sorgen, dass das Internet eine weltweite, öffentliche und für alle zugängliche Ressource ist. Ein Internet, in dem Menschen zuerst kommen, in dem der Einzelne sein eigenes Erlebnis so gestalten kann, wie er möchte und Einfluss, Sicherheit und Unabhängigkeit besitzt.

 

“Wir wollen das Ökosystem Web gesund halten und zum Besten aller Menschen weiterentwickeln. Wir wollen mit möglichst vielen Web-Entwicklern zusammenarbeiten, um gemeinsam etwas Gutes zu bauen”, sagt Christopher Arnold, Strategic Development Principal bei Mozilla Berlin. “Das Beste an diesem Büro sind die Menschen, die hier arbeiten. All die Initiativen, die wir von hier aus starten, haben einen gemeinsamen Nenner: den Austausch mit Menschen. Unser Code ist super, aber dahinter stehen immer Menschen.”

 

Um diese Gemeinschaft zu fördern, wurde in dem neuen Büro ein großer Community Space für die Mozilla Community eingerichtet, ein Ort also, an dem jeder mithelfen kann, Mozillas Mission zu unterstützen.

Es geht auch darum, Raum zurückgeben. An alle, die kommen und sich der Bewegung für ein freies Internet anschließen wollen.

„Ich möchte tun, was immer ich kann, um für die Privatsphäre und Sicherheit im Internet einzustehen. Mozilla hat da einfach echt gute Ansätze!“ sagt Lili, die das erste Mal bei einer Mozilla Open Night teilnimmt, dem Meet-Up der Mozilla Community. Der Zugang zu den Räumlichkeiten ist offen und unabhängig von der Anwesenheit der Mozilla-Mitarbeiter, auch, wenn viele von ihnen gerne dazu kommen. Es geht auch darum, Raum zurückgeben. An alle, die kommen und sich der Bewegung für ein freies Internet anschließen wollen. Für alle, die an digitaler Bildung interessiert sind oder ihr Wissen mit Interessierten teilen wollen.

 

Überhaupt ist das neue Berliner Büro sehr kollaborativ gestaltet wurden. Alle Mozillians, die hier ihre Basis haben, konnten ihre Ideen und Gedanken einbringen. So gibt es jetzt auch einen Raum, in dem eine Hängematte vor einer riesigen Palmentapete zum Abschalten zwischendurch einlädt, und eine Küche mit einem langen Holztisch, an dem alle gemeinsam Mittag essen.

Firefox Maskottchen Mozilla Berlin Office
Mozilla Berlin Büro
“Mit unserem Community Space wollen wir Raum schaffen”

“Berlin ist eine unglaubliche offene Stadt”, sagt Martyna Sobzcak, Office Managerin der neuen Kreuzberger Dependance. Und Mozilla ist ein sehr offenes Unternehmen, nicht nur weil wir uns für Open-Source agieren. Wir sind vor allem offen für alle Kulturen, Ideen, Nationalitäten. Für jeden. Offen für Menschen. Das repräsentiert eben auch Berlin. Das ist echt ein perfect match.” sagt Martyna.

 

 

Text: Anja Fordon
Foto: Falko Siewert