Firefox Enterprise

Organisationen überdenken derzeit, wer die Kontrolle über die Technologie hat, auf die sie angewiesen sind. Mozilla bietet eine unabhängige Alternative an.

Über Jahre haben Unternehmen ihre IT auf wenige Anbieter konzentriert, um den Betrieb zu vereinfachen: weniger Systeme, engere Integration, bessere Skaleneffekte. Weniger Systeme, engere Integrationen, größere Skaleneffekte. Doch diese Konsolidierung brachte nicht nur Effizienz, sondern auch Abhängigkeit. Die daraus resultierenden Risiken wurden im Laufe der Zeit diskutiert, untersucht und hinterfragt, doch die Konzentration schritt weiter voran. Immer mehr Arbeit, Daten und kritische Infrastruktur liegen heute bei denselben wenigen Anbietern, während es immer weniger glaubwürdige Alternativen gibt.

Je tiefer diese Abhängigkeit reicht, desto schwieriger und teurer wird ein Kurswechsel. Kommt es zu Ausfällen, ändern sich Preise, Lizenzen oder Geschäftsbedingungen, oder entzieht sich etwas dem eigenen Einfluss, wird aus der Abhängigkeit ein Risiko, das CIOs und CISOs managen müssen.

Besonders deutlich zeigt sich das in Europa. Viele Unternehmen und Organisationen überprüfen derzeit ihre IT-Strategie. Regierungen setzen sich für mehr digitale Eigenständigkeit ein, und regulierte Branchen stehen zunehmend unter Druck, ihre Abhängigkeiten zu erkennen und zu steuern. 

Ein Großteil dieser Debatte wird unter dem Begriff „digitale Souveränität“ geführt.

Was darunter konkret zu verstehen ist, wird unterschiedlich ausgelegt. Europaweit investieren Regierungen in die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit kritischer IT-Infrastrukturen, reduzieren strategische Abhängigkeiten und rücken technologische Autonomie auf den nationalen Agenden weiter nach oben. Die Ansätze unterscheiden sich, die Sorge dahinter ist dieselbe. Lässt man die regionalen politischen Definitionen und Branchenunterschiede außer Acht, wird eine sehr praktische Frage sichtbar: Wie viel technologische Abhängigkeit können wir uns leisten?

Und hier fehlt eine sehr wichtige Ebene, die in dieser Diskussion bisher weitgehend außer Acht gelassen wurde: der Browser.

Die übersehene Ebene moderner Organisationen

Über den Browser laufen heute Geschäftsanwendungen, über ihn melden sich Mitarbeitende an, werden sensible Daten übertragen, Dateien hoch- und heruntergeladen und zunehmend KI-Werkzeuge genutzt. Damit stellen sich auch hier die Fragen nach Abhängigkeit und Kontrolle: Auf wessen Browsertechnologie verlässt sich eine Organisation, und wer kontrolliert die Infrastruktur, mit der diese verwaltet wird.

Unsere Antwort: Firefox Enterprise

Firefox Enterprise ist für Unternehmen mit strengen Anforderungen an Sicherheit, Governance und Compliance entwickelt. Es verbindet den Firefox-Browser, der auf Mozillas unabhängiger Gecko-Engine basiert, mit einer Verwaltungskonsole, die Sie auf ihrer eigenen Infrastruktur betreiben können. Über diese Konsole können IT-Teams Browserrichtlinien und -zugriffe zentral verwalten, den Datenfluss durch den Browser steuern und Kontrollen für den Einsatz von KI festlegen.

So behalten IT- und Sicherheitsteams ihre Browserumgebung in der eigenen Hand – ein konkreter Beitrag zu mehr technologischer Unabhängigkeit und Resilienz im Betrieb.

„Viele Logos bedeuten noch keine echte Auswahl, wenn dahinter weitgehend dieselbe Technologie steckt”, sagt Anthony Enzor-DeMeo, CEO von Mozilla. „Firefox haben wir bewusst anders gebaut. Diese Unabhängigkeit bieten wir jetzt Unternehmen und Organisationen, die ihre technologischen Abhängigkeiten auf den Prüfstand stellen wollen.”

Warum wir beim Browser ansetzen

Wir beginnen mit dem Browser, da wir ihn als eine zentrale, aber bisher unzureichend geregelte Ebene betrachten. Firefox Enterprise gibt Unternehmen und Organisationen mehr Kontrolle über den Browser und die Infrastruktur, die ihn verwaltet.

Hinzu kommt: Firefox basiert auf Gecko, der einzigen großen Browser-Engine, die unabhängig von Google und Apple entwickelt wird. Wer Firefox einsetzt, verringert damit auch die Abhängigkeit von einer einzigen Architektur.

Firefox Enterprise ist so konzipiert, dass es nahtlos mit den Systemen zusammenarbeitet, die der IT-Betrieb bereits nutzt. Behalten Sie Ihren Identitätsanbieter, behalten Sie Ihr SIEM, behalten Sie Ihr MDM. Fügen Sie einfach einen Browser hinzu, dessen Verwaltungsinfrastruktur Sie selbst betreiben, sodass Sie entscheiden, wo Daten gespeichert werden, und mehr Einblick darin gewinnen, wohin sie gelangen.

Erfahren Sie mehr über Firefox Enterprise.

Ein neuer Schritt, aber kein Neuland

Unabhängigkeit ist für Mozilla keine neue Ausrichtung. Wir haben mehr als 25 Jahre damit verbracht, Browsertechnologie zu entwickeln und zu sichern, die bewusst außerhalb der jeweils vorherrschenden Architektur funktioniert. Firefox wird jeden Monat von rund 200 Millionen Menschen genutzt und ist bereits in Tausenden von Organisationen im Einsatz.

Diese Unabhängigkeit war für ein offenes Web schon immer wichtig. Heute hat sie auch einen ganz praktischen Nutzen für Unternehmen und Organisationen, die Abhängigkeiten von wenigen Technologieanbietern verringern wollen. 

Das ist der Anfang

Unser Ziel ist ehrgeizig, aber klar: technologische Unabhängigkeit praktisch umsetzbar machen.

Das heißt, Unternehmen und Organisationen die echte Kontrolle über die Infrastruktur und die Daten zu geben, auf die sie angewiesen sind, ohne dass sie ihre bestehende IT neu aufbauen müssen. Konkret bedeutet das: Blinde Flecken beseitigen, selbst festlegen, wo Richtlinien, Zugriffsrechte und Daten gespeichert werden, die zentrale Verwaltung in der eigenen Umgebung betreiben, und den Browser, eine bisher zu wenig beachtete Ebene, unter die eigene Kontrolle bringen. 

Firefox Enterprise wird europaweit eingeführt. Zunächst konzentrieren wir uns auf Frankreich, Deutschland, Österreich und die Schweiz; weitere Märkte folgen. Außerdem entwickeln wir Thunderbird Enterprise, das denselben Ansatz – volle Kontrolle beim Kunden – auf E-Mail und Kommunikation überträgt. Weitere Details veröffentlichen wir im Laufe der Entwicklung.

Wenn Ihre Organisation mehr Hoheit über ihre Browser-Infrastruktur gewinnen möchte, sprechen wir gerne mit Ihnen.

This post is also available in: English (Englisch) Français (Französisch)


Share on Twitter Share on LinkedIn