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Alle reden über Cross-Site-Tracking. Wir erklären, was es ist

Erinnerst du dich noch an die Facebook-Anhörungen vor dem US-Senat 2018 und die Diskussionen darum, wie Nutzerdaten gesammelt werden? Ein Begriff tauchte dort immer wieder auf: „Cross-Site-Tracking“. Ein Begriff, der immer wieder diskutiert, aber selten verständlich erklärt wird. Was Cross-Site-Tracking ist, warum es uns alle betrifft und warum es wichtig ist, zu verstehen, was sich dahinter verbirgt: Darum geht es hier und jetzt.

Worum geht es beim Cross-Site-Tracking?

Ok. Das ist leicht. Es ist eigentlich genau das, wonach es sich anhört: Cross-Site-Tracking beschreibt Tracking, das über mehrere Webseiten hinweg durchgeführt wird.

Der Begriff bezieht sich im Allgemeinen auf Unternehmen, die Browser-Daten über mehrere Webseiten erfassen.

Wenn du also von einer Seite zur nächsten navigierst, wirst du von Trackern verfolgt. Diese Tracker sammeln Daten darüber, auf welchen Seiten du warst und was du dort gemacht hast. Das geschieht mithilfe von Scripts, Widgets oder winzigen, unsichtbaren Grafiken, die auf den besuchten Seiten eingebettet sind.

Ein Beispiel: die Share-Buttons sozialer Plattformen, die auf vielen Seiten zu finden sind. Eigentlich befinden sich diese Buttons auf der Website, auf der du sie siehst (sie bieten den Websites oftmals nützliche Analysen). Allerdings senden die Buttons auch Daten zurück an die sozialen Plattformen, zu denen sie gehören. Das kann Sinn machen, weil es dir erlaubt, Inhalte von Webseiten auf sozialen Plattformen zu teilen. Doch häufig werden diese Daten benutzt, um dir später ganz gezielt Werbung anzuzeigen – und um im Hintergrund ein Benutzerprofil von dir zu erstellen.

Im Verborgenen bekommen also viele Drittanbieter – Unternehmen, die nichts mit der ursprünglich besuchten Website zu tun haben – Wind von deinen Online-Aktivitäten.

Wozu dient Online-Tracking?

Die meisten Websites erfassen Daten, damit du bei ihnen ein persönlicheres Online-Erlebnis bekommst und die Website besser funktioniert. Das wird weitgehend als normal akzeptiert. Meist macht es dir das Surfen einfacher und verbessert die Dienste und Services des Seitenbetreiber. Um diese Daten zu erfassen, werden oftmals Cookies verwendet – kleine Datendateien, die vom Browser gespeichert werden. Dadurch ist es der Website möglich, sich z.B. an deine Sprachpräferenzen zu erinnern oder sich deinen Warenkorb zu merken.

Cookies können aber auch verwendet werden, um dir im Internet zu folgen und dir Werbung anzubieten, die auf deinem bisherigen Surf-Verhalten und deinen Online-Interessen basiert.

Und das geht so: Du besuchst eine Website und ein Drittanbieter hinterlässt in deinem Browser ein Cookie. Das Cookie kann eine eindeutige ID enthalten – nicht unbedingt deinen Namen, aber etwas, wodurch klar wird, wer du bist und welche Websites du so besuchst. Die Details darüber, was du von diesem Punkt an tust, können nun an einen Drittanbieter übertragen und auf Remote-Servern gespeichert werden.

Solche Cookies dienen Werbeunternehmen dazu, dir im Web und auf deinen Social-Media-Feeds auf dich abgestimmte Werbung zu zeigen. Außerdem können sie den Social-Media-Plattformen Informationen darüber liefern, was du sonst online so treibst. Deshalb verfolgen dich manche Anzeigen auch bis in deine Social-Media-Kanäle, zu denen ja eigentlich nur du Zugang haben solltest.

Für viele, ist es völlig ok personalisierte Werbung angezeigt zu bekommen. Wenn du z.B. Töpferei und Sukkulenten magst, wäre es schließlich Quatsch, überall Werbung für medizinische Anlagen oder Industrierohre und Ventilbeschläge zu sehen (alles schon vorgekommen).

Doch der Punkt ist, dass du über all das eine gewisse Kontrolle haben solltest. Darüber, was Werbeunternehmen über dich wissen und darüber, ob sie überhaupt etwas über dich erfahren sollen. Das ist natürlich sehr schwierig, wenn solche Web-Tracker im Hintergrund arbeiten.

 

Wann kann Tracking zu Problemen führen?

Cross-Site-Tracking ist deshalb heikel, weil du eben nicht weißt, was mit deinen Daten geschieht. Wenn also Drittanbieter – z.B. Daten-Broker, Partner- und Werbenetzwerke – ohne deine ausdrückliche Zustimmung Cookies und andere Tracking-Methoden verwenden, um Daten über dein Surf-Verhalten zu erfassen.

Klar kann Tracking auch hilfreich sein, doch es gibt leider einfach keinen gesunden Kompromiss zwischen dem für den User positiven Nutzen von Tracking und dem Sammeln von Daten ohne jede Transparenz.

Oder anders: Es ist einfach nicht ok, wenn Nutzer nicht auf verständliche Weise darüber informiert werden, wer ihre gesammelten Daten sieht und mit wem sie geteilt werden. Und wenn sie nicht die Option bekommen, dem zu widersprechen, wenn es ihnen nicht passt. Und zwar ganz egal, ob sie ob sie von solchen Methoden auch irgendwie profitieren oder nicht.

Jetzt aber die guten Nachrichten: Du kannst dem Ganzen nämlich den Stachel ziehen, indem du mit dem Privaten Modus samt Tracking-Schutz direkt in Firefox surfst. Das macht es Drittanbietern schwerer, deine Chronik über verschiedene Websites zu verfolgen. Diese Funktion gibt es auf dem Desktop und dem mobilen Firefox Browser (Tracking geschieht nämlich überall, unabhängig von dem Gerät, mit dem du ins Internet gehst).

Wenn du in einem privaten Fenster surfst, speichert Firefox weder die besuchten Seiten noch Cookies, Suchanfragen oder temporäre Dateien. Die Lösung ist zwar nicht kugelsicher, aber es reicht, um das tägliche Surfen sorgloser zu machen.

Wie du Tracking-Schutz im Firefox Browser noch besser auf deine Bedürfnisse anpassen kannst, erfährst du hier.

 


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