Tracking-Schutz: Das Wichtigste im Schnellüberblick

Stell Dir vor: Du holst Dir morgens Zahnseide in der Apotheke und abends im Restaurant will Dir der Kellner dann was gegen Zahnfleischentzündungen verkaufen. Unheimlich, was? So ähnlich funktioniert Online-Werbung. Wir erklären Dir hier, was Du dagegen unternehmen kannst …

Priavacy Protection graphic

Wer will Dich denn schon verfolgen?

Viele Deiner Lieblingsseiten verfolgen Deine Online-Aktivitäten. Und das mit regem Interesse. Nicht nur, um Dir ein besseres Nutzererlebnis zu bescheren, sondern oft auch, um Dir etwas zu verkaufen. Schließlich kann Online-Werbung ruckizucki auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten werden: Du suchst gerade nach neuen Sneakers? Kein Problem, hier ist der Superschuh-Händler, der sie für Dich hat. Kann praktisch sein. Aber wer will schon von Unternehmen auf Schritt und Tritt durchs Web verfolgt werden?

Warum sollen Websites Dich tracken?

Drittanbieter tracken Dich für Werbezwecke per Cookies – sprich, identifizierbare Daten, die in Deinem Browser landen. Das Gute: Sie machen das Surfen komfortabler, halten Deinen Warenkorb aktuell oder sorgen für Sicherheit, wenn Du eingeloggt bist. Das Schlechte: Heutzutage werden sie von Unternehmen hauptsächlich für “Targeted Ads” (zielgruppenspezifische Werbung) verwendet.

Wie funktioniert dieses Tracking?

Du besuchst eine Seite und ein Werbetreibender hinterlegt einen Cookie in Deinem Browser. Dieser Cookie dient Deiner Identifizierung. Ab diesem Zeitpunkt können Details über Deine Aktivitäten gespeichert werden. Wie zum Beispiel Informationen über Besuchsdauer und -häufigkeit auf einer bestimmten Website oder welche Werbung Du angeklickt hast. Damit Du eben auf der Suche nach Schuhen auch weiterhin schön mit Schuhangeboten versorgt wirst. Oder auf Social-Media-Sites basierend auf Deinen Klicks oder Kommentaren speziell auf Dich zugeschnittene Angebote bekommst.

Wer ist denn jetzt dieser Tracking-Schutz und was ist der Private Modus?

Privater Modus
Surfen im Privaten Modus heißt, dass – beim Schließen des Browserfensters – Cookies und Surf-Verlauf gelöscht werden. Bei Firefox blockiert der Private Modus Deine Cookies übrigens automatisch. Ideal, wenn Du Deinen Computer mit jemandem teilst, aber gerne Deine kleinen Geheimnisse behalten möchtest. Stichwort: Geburtsgeschenke.

Tracking-Schutz
Tracking-Schutz bietet Dir Schutz vor Aktivitätenverfolgung über mehrere Webseiten hinweg. Tracking-Schutz ist bei Firefox Quantum natürlich mit an Bord. Im Gegensatz zum Privaten Modus bleibt hier Dein Verlauf weiterhin gespeichert. Ideal, wenn Du den perfekten Ferienort am Meer aussuchen willst. Und am nächsten Tag nochmal nachschauen möchtest …

Multi-Account Container

Die Firefox Multi-Account Container bieten Dir technisch gesehen zwar keinen Tracking-Schutz. Aber dennoch schützen auch sie davor, dass Unternehmen erfahren, was Du online tust. Da Du hier immer neue cookie-freie Tabs öffnen und so Privates, Arbeit und Online-Shopping entspannt voneinander trennen kannst. Ohne, dass sich jemand gleich ohne Weiteres ein Gesamtbild Deiner Aktivitäten machen kann. Das bedeutet also: Jeder Container stellt eine eigene Umgebung dar. Ideal, wenn Du beispielsweise mehrere Google-Accounts in Firefox gleichzeitig öffnen willst.

Wie privat ist denn dieser Private Modus?

Privater Modus und Tracking-Schutz sind die perfekten Helferlein, wenn Du lästige Werbe-Tracker von Unternehmen abschütteln willst. Dennoch hinterlassen wir Spuren, wie zum Beispiel unsere IP-Adresse …

Deswegen kannst Du noch eine Schippe drauflegen und ein VPN (Virtual Private Network) nutzen. Hier wird der Traffic durch Server an den verschiedensten Orten geleitet, sodass man beispielsweise vorgeben kann, in Rio zu sein, während man eigentlich in Berlin ist.

Welchen Schutz Du wählst, ist Deine Sache. Wir finden aber: Du solltest immer die Option haben, werbefrei unterwegs zu sein. Weil Privatsphäre Deine Angelegenheit ist. Auch online.

Viel Spaß beim Surfen!

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