Ganz schön schnell: Firefox Quantum als Beta und Developer Edition

Ohne Motor kein Vorankommen. Das gilt nicht nur für Autos, sondern auch für Browser. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass die neue Firefox Browser-Engine so richtig Dampf unter der Haube hat. Das Schöne: Wer sich jetzt Firefox Quantum als Beta oder Developer Edition runterlädt, kann die neue Browser-Engine gleich voll ausfahren. Und das ist längst noch nicht alles …

Tempo, Tempo und so viel schneller im Netz unterwegs

Mit Quantum macht Firefox einen spürbaren Sprung nach vorn, der Euch beim Surfen auf sofort auffallen wird. Der Browser ist allerdings nicht nur gefühlt schneller, sondern bringt auch messbar mehr Tempo.

Auch wenn die genauen Testergebnisse je nach verwendeter Hardware und Apps leicht variieren können, steht fest: Firefox Quantum ist jetzt doppelt so schnell wie unser Firefox von vor einem Jahr. Das besagt der Speedometer 2.0 – Benchmark-Test, der moderne Web-Applikationen simuliert.

Tempo, Tempo und was dafür spricht

Da sind mehrere Prozessorkerne im Spiel

Zeit das Geheimnis zu lüften: In der Vergangenheit hat Firefox auf nur einen Prozessorkern zurückgegriffen. Firefox Quantum dagegen macht sich mehrere Kerne zunutze, wie sie heute üblicherweise in mobilen und Desktop-Geräten verbaut sind, und arbeitet dadurch viel effizienter. Dank dieses verbesserten Einsatzes von moderner Computer-Hardware wird Firefox Quantum merklich schneller.

Die neue CSS-Enginge rockt

Um nur ein Beispiel zu nennen: Wir haben einen ziemlich spannenden Ansatz entwickelt, um Webseiten zu gestalten – eine superschnelle CSS-Engine, die in Rust geschrieben ist (eine Systemprogrammiersprache, die von Mozilla unterstützt wird). Diese neue, in Firefox integrierte CSS-Engine arbeitet besonders schnell und unter Zuhilfenahme mehrerer Prozessorkerne zugleich. Das kann derzeit kein anderer Browser.

Der aktiv genutzte Tab hat Vorfahrt

Eine weitere Neuerung, die ebenfalls für noch mehr Geschwindigkeit sorgt: Ab sofort hat das gerade aktiv genutzte Tab Vorfahrt. Noch vor den Tabs, die im Hintergrund laufen, wird es geladen. Zusammen mit der Multiprozess-Architektur, aufgrund derer Firefox immer die richtige Geschwindigkeit erbringen kann, sorgt dieses Feature dafür, dass Firefox Quantum oft schneller ist andere Browser und dabei gleichzeitig rund 30 Prozent weniger RAM benötigt.

Da geht noch mehr mit WebAssembly und WebVR

Wegweisende Technologien wie WebAssembly und WebVR (auf Englisch) erlauben zudem eine fast native Perfomance von Web-Apps auf Desktop-Computern und VR-Headsets. Und das ist erst der Anfang…

Die Bremser wurden ausgebremst

Auf Fehlern, die die Surfgeschwindigkeit in Firefox bremsen können, können wir verzichten. In den vergangenen Monaten haben wir gezielt Bugs aufgespürt und ausgemerzt. Bereits 468 Ursachen konnte unser Team inzwischen eliminieren.

Tempo liebt Design, Design liebt Tempo

Um all die Verbesserungen unter der Firefox Haube auch angemessen nach außen zu tragen, haben wir die Nutzeroberfläche von Firefox im Rahmen unseres Projekts Photon (Video auf Englisch) komplett überarbeitet.

Nicht nur gefühlt schneller: Praktischer Minimalismus ist für das Photon-Design von Firefox das zentrale Stichwort. Neben schicken quadratischen Tabs bringt das neue Design flüssige Animationen sowie eine Bibliothek mit sich, die schnellen Zugriff auf alle Arten von gespeicherten Dinge erlaubt, wie etwa Lesezeichen, Pocket, die Chronik, Downloads, Tabs und Screenshots. Und es ist optimal auf alle aktuellen Betriebssysteme zugeschnitten, egal ob per Maus oder Touchscreen gesteuert, von Windows 10 über macOS High Sierra und Android Oreo bis hin zu iOS 11.

Auch die Integration von Pocket haben wir weiter verbessert. Wenn Du also ein neues Tab öffnest, werden Dir von Pocket-Usern empfohlene Webseiten angezeigt, die derzeit im Trend liegen, sowie ihre eigenen favorisierten Seiten. Mit nur einem Klick und direkt aus der Adressleiste heraus können so interessante Inhalte in Pocket gespeichert werden. Die Pocket-App für iOS und Android gibt außerdem Offline-Zugriff auf gespeicherte Stories – jederzeit, überall.

Die Beta: Heute schon morgen testen

Am 14. November ist es offiziell soweit – dann bekommen alle Firefox Fans automatisch das Firefox Quantum Update.

Wer es nicht abwarten kann und immer auf dem allerneusten Stand sein möchte, kann jetzt bereits die Beta-Version für Desktop, Android und iOS ausprobieren.

Entwicklern steht zudem eine Developer Edition mit brandneuen Tools für all diejenigen, die das Web mitgestalten möchten, zur Verfügung.

Viel Spaß beim Surfen!

 

Ein Kommentar bei „Ganz schön schnell: Firefox Quantum als Beta und Developer Edition“

  1. Norbert Jaeck schrieb am

    Hi ! Der neue Firefox war etwas gewöhnungsbedürftig – wenn das geschafft ist , ist ,, Er “ super . Allerdings habe ich nicht erkennen können , ob ich noch einen separaten Werbeblocker brauch ! Ich wünsche mir , daß an dem Firefox weiter gearbeitet wird – auch wenn Er schon zigmal tot gesagt wurde . Bin mit sehr zufrieden .