Web 1×1: Was sind eigentlich Social Media Tracker?

Jetzt mal Butter bei die Fische: Wenn es darum geht, was wir so auf unseren Social-Media-Kanälen posten, sind wir alle doch ein bisschen eigen und filtern unsere Erlebnisse, oder? Im Urlaub posten wir den wunderschönen Sonnenuntergang mit #nofilter, schneiden den Typen in Socken und Sandalen, der sich ins Bild geschlichen hat, aber lieber raus. Auf LinkedIn teilen wir den neuen tollen Job, verschweigen aber, dass wir vier Monate vorher hochkant gefeuert wurden und uns wochenlang mit Eiscreme auf der Couch getröstet haben.

Während wir also ganz bewusst entscheiden können, was wir mit wem auf welchem Kanal teilen, wird uns die Entscheidung darüber, was die Plattformen hinter den Kulissen über uns erfahren aus der Hand genommen – von sogenannten Social-Media-Trackern.

Was sind Social Media Tracker?

Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram oder LinkedIn platzieren Tracker auf anderen Webseiten, damit sie sehen, was du dort machst und siehst.

Das machen sie, damit sie dir später unheimlich genau auf dich zugeschnittene Werbung anzeigen können. (Du weißt schon, dieser Ausschlag, den du lieber für dich behalten würdest, aber ständig taucht auf Facebook ein neues Medikament in deiner Timeline auf. Jap. Genau das ist das Ergebnis von rumschnüffelnden Social-Media-Trackern.)

Dinge, von denen du entschieden hast, sie nicht mit Freunden zu teilen, solltest du auch nicht ungefragt mit Social-Media-Unternehmen teilen müssen. Was du privat halten willst, sollte auch privat bleiben.

Was kannst du also tun?

Wenn du Firefox schon nutzt, ist das ein guter Anfang. Der verbesserte Tracking-Schutz (Schutz vor Aktivitätenverfolgung) hindert schon mal die gängigsten Social-Tracker von Twitter, Facebook, Instagram, Messengern und LinkedIn daran, dir durchs Web zu folgen. In deinem Privatsphäre-Bericht kannst du sogar sehen, wie viele Social-Tracker geblockt werden.

Facebook in die Schranken weisen

Tatsächlich ist der Tracking-Schutz im Web ein ziemlicher Spagat: Während Firefox natürlich so viele Social-Tracker wie möglich blockieren möchte, sollen deine Lieblingswebseiten ja trotzdem einwandfrei laufen.

Wenn du dich speziell vor Facebooks Trackern schützen willst, hol dir den Facebook Container. Diese Erweiterung blockiert Tracker auf Webseiten, die über eine Facebook-Integration verfügen (Like-Daumen und dergleichen). Sie werden quasi davon abgehalten Informationen über dich zu sammeln. (Das tun sie im Übrigen selbst, wenn du gar keinen Facebook-Account hast.)

Das heißt aber eben auch, das die Login-Funktion über Facebook oder die Kommentarfunktion beeinträchtigt werden. Schließlich trennt der Facebook-Container Facebook von allen anderen Websites.

Falls du Firefox schon benutzt, hast du unser Motto sicher schon erkannt: Für uns steht deine Privatsphäre immer an erster Stelle.

Unser Browser, die Erweiterungen und auch alle unsere anderen Produkte sind dafür da, dir die Kontrolle über deine Privatsphäre zurückzugeben. Das ist unser Versprechen an dich – und das haben wir Schwarz auf Weiß.

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