Aktuelle Internet-Studie: 70 Prozent der deutschen Befragten sorgen sich um Fake News und den Schutz ihrer Privatsphäre

Fake News und ihre Auswirkungen beschäftigen derzeit nicht nur Medien und Politik – rund drei Viertel der deutschen Internetnutzer zeigen sich besorgt über die mangelnde Fähigkeit vieler, echte und erfundene Nachrichten voneinander zu unterscheiden. Das geht aus einer aktuellen Ipsos-Studie hervor, die von Mozilla angestoßen wurde. Darüber hinaus kritisieren 78 Prozent der Studienteilnehmer den Umstand, dass Privatsphäre-Richtlinien häufiger zugunsten von Unternehmen anstatt von Nutzern formuliert werden.

Das Bewusstsein der rund 71 Millionen User in Deutschland für die ‚dunklen Seiten‘ des Webs wächst und wird angesichts immer neuer Vorfälle, die den Schutz ihrer Daten und ihre Freiheit im Netz einschränken, kontinuierlich geschärft. 38 Prozent der Studienteilnehmer glauben, dass sich das Verständnis der Nutzer für das Web in den letzten 12 Monaten merklich gebessert habe – während die Situation ihrer Privatsphäre und Sicherheit bestenfalls stagniert.

Die Ipsos-Befragung macht allerdings auch deutlich, dass in Puncto Wissen noch Luft nach oben ist. Mit den Kernaspekten, die ein gesundes Web ausmachen, kennen sich die deutschen Nutzer – trotz des Wissenszuwachses – kaum aus. Nur 28 Prozent können sich unter einem ‚gesunden‘ Web überhaupt etwas vorstellen. Und ein ähnlich kleiner Teil von ihnen hat sich bereits mit der Reform des digitalen EU-Urheberrechts beschäftigt, obwohl es uns alle ganz unmittelbar betrifft.

Mozilla möchte es den Web-Nutzern möglichst einfach machen, sich zu diesen wichtigen Themen zu informieren. Deshalb haben wir etwa den Statusbericht zur Internetgesundheit ins Leben gerufen, eine Open-Source-Initiative, die den Zustand des Internets mithilfe unabhängiger Forschungsergebnisse dokumentiert und anhand von fünf ganz grundsätzlichen Kriterien einschätzt: Datenschutz und Sicherheit, offene Innovation, digitale Inklusion, Dezentralisierung und digitale Bildung.

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